Der Gedanke ist für viele Eigentümer naheliegend: Warum einen Immobilienmakler beauftragen, wenn man das Haus oder die Eigentumswohnung auch selbst verkaufen kann?
Schließlich gibt es Immobilienportale, Smartphones mit guter Kamera und zahlreiche Informationen im Internet. Doch in der Praxis zeigt sich oft, dass ein Immobilienverkauf deutlich komplexer ist als zunächst angenommen.
Die Provision sparen – aber zu welchem Preis?
Viele Eigentümer entscheiden sich für den Privatverkauf, um die Maklerprovision zu sparen. Das ist grundsätzlich verständlich. Allerdings wird dabei häufig unterschätzt, wie viel Zeit, Organisation und Fachwissen ein erfolgreicher Immobilienverkauf tatsächlich erfordert.
Ein Haus verkauft sich nicht allein durch eine Anzeige im Internet.
Die richtige Preisfindung
Eine der größten Herausforderungen ist die realistische Wertermittlung der Immobilie.
Wer den Preis zu hoch ansetzt, riskiert lange Vermarktungszeiten und ausbleibende Anfragen. Wer den Preis zu niedrig ansetzt, verschenkt möglicherweise mehrere Tausend Euro.
Die richtige Preisfindung basiert nicht auf Bauchgefühl, sondern auf:
- Lage
- Grundstücksgröße
- Wohnfläche
- Baujahr
- Modernisierungen
- aktuelle Marktsituation
- Vergleichsobjekte
Fehlende Unterlagen verzögern den Verkauf
Viele Eigentümer stellen erst während des Verkaufs fest, dass wichtige Unterlagen fehlen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Energieausweis
- Grundrisse
- Flurkarten
- Wohnflächenberechnungen
- Bauunterlagen
- Nachweise über Modernisierungen
Ohne vollständige Unterlagen können Besichtigungen, Finanzierungen oder sogar der Notartermin verzögert werden.
Gute Fotos sind wichtiger als viele denken
Der erste Eindruck entscheidet häufig darüber, ob sich Interessenten überhaupt melden.
Unscharfe Bilder, schlechte Lichtverhältnisse oder unaufgeräumte Räume können dazu führen, dass eine Immobilie deutlich weniger Aufmerksamkeit erhält.
Professionelle Immobilienfotos sorgen dagegen oft für:
- mehr Anfragen
- bessere Vermarktung
- höhere Aufmerksamkeit
Werbung und Reichweite
Eine Immobilie benötigt Sichtbarkeit.
Viele Privatverkäufer beschränken sich auf ein einzelnes Immobilienportal. Dadurch werden potenzielle Käufer oft gar nicht erreicht.
Eine erfolgreiche Vermarktung umfasst häufig:
- Immobilienportale
- regionale Immobilienseiten
- Suchkunden-Netzwerke
- soziale Medien
- bestehende Interessentenlisten
Besichtigungen und Interessenten
Nicht jeder Interessent ist automatisch ein ernsthafter Käufer.
Privatverkäufer erleben häufig:
- Terminabsagen
- Besichtigungstouristen
- unrealistische Preisvorstellungen
- fehlende Finanzierungsnachweise
Die Auswahl geeigneter Käufer kostet Zeit und Erfahrung.
Verhandlungen sind oft emotional
Für viele Eigentümer ist die Immobilie mit Erinnerungen verbunden.
Deshalb werden Preisverhandlungen häufig emotional geführt. Kaufinteressenten hingegen versuchen verständlicherweise den bestmöglichen Preis zu erzielen.
Ein neutraler Ansprechpartner kann hier oft helfen, sachliche Entscheidungen zu treffen.
Unterstützung statt Komplettauftrag
Nicht jeder Eigentümer möchte einen klassischen Maklerauftrag erteilen.
Eine Alternative kann eine unterstützende Vermarktung sein, bei der Eigentümer den Verkauf selbst durchführen, aber professionelle Hilfe bei:
- Vermarktung
- Präsentation
- Reichweite
- Interessentengewinnung
erhalten.
Fazit
Ein privater Immobilienverkauf ist grundsätzlich möglich. Viele Eigentümer unterschätzen jedoch den tatsächlichen Aufwand.
Wer erfolgreich verkaufen möchte, benötigt:
- Zeit
- Organisation
- vollständige Unterlagen
- gute Fotos
- Reichweite
- Verhandlungsgeschick
Die Frage sollte daher nicht nur lauten:
„Wie viel kostet ein Makler?“
Sondern auch:
„Wie viel Zeit, Aufwand und mögliche Fehler kann ich mir durch professionelle Unterstützung ersparen?“
RR Immobilien Gotha – Ihr regionaler Ansprechpartner rund um Immobilien in Gotha und Westthüringen.
Passend dazu:
Auf ImmoGotha.de finden Eigentümer verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung beim privaten Verkauf oder bei der Vermarktung ihrer Immobilie.


